Grundsätze zur differenzierten Leistungsbeurteilung
Ein Unterricht, in dem differenzierende und selbst bestimmte Lern- und Arbeitsweisen der Kinder besonders gefördert werden sollen, kann nicht vor der Leistungsbeurteilung halt machen. Lernen Kinder unterschiedlich schnell und intensiv, dann können sie nur schlecht mit einem starren Mess- und Beurteilungsmodell überprüft werden.
Deshalb ist es konsequent, sich auch bei der Leistungsbeurteilung und -bewertung an einem Modell zu orientieren, das den veränderten Lernbedingungen Rechnung trägt.
Bartnitzky und Christiani haben mit der Beschreibung des pädagogischen Leistungsbegriffs eine praktizierbare Grundlage beschrieben, an der ich mich orientiere.
Danach sollen die Leistungen eines Kindes überwiegend am individuellen Lern- und Entwicklungsprozess, an der sozialen Dimension des Lernens und nach den Grundsätzen des Ermutigens und Förderns gemessen werden.
Maßnahmen zur Leistungsbeurteilung sollten danach so gestaltet werden, dass die Kinder trotz ihrer unterschiedlichen Fähigkeiten, Interessen und eingeschlagenen Lernwege die Grundanforderungen der jeweiligen Unterrichtseinheiten oder Unterrichtsfächer ausreichend nachweisen können.
Diese Ausführungen beziehen sich auf die Arbeit im dritten Schuljahr.